Stefan Weber wäre heute, am 8. November 2026, 80 Jahre alt geworden. Der Wiener Musiker, Gründer und Frontmann der Hard-Rock- und Punkband Drahdiwaberl, starb am 7. Juni 2018 im Alter von 71 Jahren. Sein Geburtstag wird trotzdem gefeiert: Heute ab 16:00 Uhr findet im Wiener Weberknecht die Gala „Exzess, Anarchie & Kult“ zum 80. Geburtstag statt. Wer den Namen Stefan Weber heute in eine Suchmaschine tippt, stößt allerdings schnell auf eine zweite, lebende Person mit demselben Namen – den österreichischen Kommunikationswissenschaftler und „Plagiatsjäger“ Stefan Weber, geboren 1970. Diese Biografie handelt ausschließlich vom Musiker: vom Kunstlehrer aus der Wiener Waltergasse, der mit Drahdiwaberl über drei Jahrzehnte die österreichische Musikszene provozierte, Skandale auslöste und mit Songs wie „Lonely“ und „Ganz Wien“ Musikgeschichte schrieb.
Stefan Weber wird 80: Die Gala heute in Wien
Der Wiener Community-Sender OKTO feiert den 80. Geburtstag des Musikers mit einem großen Programm. Als Warm-up sendete OKTO bereits am Samstag, den 7. November, ab 21:00 Uhr über sieben Stunden Highlights aus dem Leben der Rocklegende, darunter „Drahdiwaberl – The Final Show“, „Die Tagebücher von Professor Stefan Weber“ und „Tribute to Drahdiwaberl“ in zwei Teilen. Die eigentliche Gala „Exzess, Anarchie & Kult“ steigt heute, am 8. November 2026, ab 16:00 Uhr im Weberknecht in Wien-Ottakring. Sie dauert rund sechs Stunden und wird vom OKTO-Team aufgezeichnet.
Wer die Gala heute nicht live erleben kann, bekommt eine zweite Chance: Die Aufzeichnung wird in zwei Teilen am 25. Dezember ab 20:05 Uhr und am 31. Dezember ab 21:05 Uhr auf OKTO übertragen. Auf dem Programm stehen unter anderem eine Schweinderl-Lounge, ein Sauerei-Keller, die Drahdiwaberl Tribut Kapelle sowie die Bands Im Packl und The Devastation – und einige Überraschungen. Dass ein Sender acht Jahre nach dem Tod von Stefan Weber einen ganzen Themenabend und eine sechsstündige Gala für ihn auf die Beine stellt, zeigt, wie lebendig sein Name in Wien geblieben ist. Für viele Fans ist Weber bis heute der „Rockprofessor“, der Anarchist mit dem Cowboyhut, der die österreichische Provinz-Moral ein Leben lang auf die Schippe nahm.

Stefan Weber im Steckbrief
| Voller Name | Stefan Weber |
| Geboren | 8. November 1946 in Wien, Österreich |
| Gestorben | 7. Juni 2018 in Wien (71 Jahre alt) |
| Beruf | Musiker, Komponist, AHS-Lehrer für Werkerziehung und Bildnerische Erziehung |
| Bekannt als | Gründer, Frontmann und kreativer Kopf der Band Drahdiwaberl |
| Band gegründet | Mai 1969 (Drahdiwaberl, aktiv 1969–2013) |
| Größter Hit | „Lonely“ mit Lukas Resetarits (Platz 4 in Österreich, 1983) |
| Erfolgreichstes Album | „Psychoterror“ (1981, Gold in Österreich) |
| Auszeichnungen | Silbernes Verdienstzeichen des Landes Wien (2005), Amadeus Austrian Music Award für sein Lebenswerk (2005) |
| Grabstätte | Familiengrab an der Feuerhalle Simmering, Wien |
Dieser Steckbrief macht die Verwechslungsgefahr sofort deutlich: Stefan Weber, der Musiker, wurde 1946 geboren und starb 2018. Der gleichnamige Wissenschaftler wurde 1970 in Salzburg geboren und lebt. Wer nach dem Musiker sucht, muss auf das Geburtsjahr, auf Drahdiwaberl und auf Wien achten – dann ist die Zuordnung eindeutig.
Kindheit, Familie und Ausbildung von Stefan Weber
Stefan Weber wurde am 8. November 1946 in Wien geboren, kurz nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs. Sein Vater war der Architekt Fritz Weber (1917–2001), der auch an der Universität für angewandte Kunst unterrichtete. Er sprach oft davon, wie ihn das Aufwachsen in einem kommunistisch eingestellten Elternhaus geprägt habe. Die Liebe zum Zeichnen wurde ihm, wie das Wien Museum schreibt, schon in die Wiege gelegt. Nach der Matura studierte Weber von 1964 bis 1970 an der Akademie der bildenden Künste Wien in der Meisterklasse für Grafik und schloss das Studium 1975 mit dem Diplom ab – seine Diplomarbeit befasste sich mit dem Thema Jack the Ripper. Von 1971 bis 1973 besuchte er zusätzlich die Grafikklassen der Professoren Franz Herberth und Wolfgang Baminger an der Universität für angewandte Kunst Wien.
Der Kunstlehrer-Beruf war für Weber kein Nebenjob, sondern sein bürgerliches Standbein über Jahrzehnte: Von 1968 bis 1999 unterrichtete er als Lehrer für Werkerziehung und Bildnerische Erziehung am Bundesrealgymnasium Waltergasse in Wien. Seine Schülerinnen und Schüler kannten ihn als „Professor Stefan Weber“ – ein Spitzname, der später auch in Sendetiteln wie „Die Tagebücher von Professor Stefan Weber“ weiterlebte. Erst seine Parkinson-Erkrankung zwang ihn im Jahr 2000 in die Frühpensionierung. Dass Weber kein Berufsmusiker war, sondern etwas Anständiges gelernt hatte, war bei vielen Auftritten von Drahdiwaberl unüberhörbar: Die Band war von Anfang an auch ein Kunstprojekt, eine Mischung aus Rock und Kabarett, geplant und inszeniert von einem Grafiker, der Plakate und Plattencover selbst gestaltete.
Die Plakate und Plattencover der Band, die großteils von Weber selbst gestaltet wurden, finden sich heute fast vollständig in der Plakatsammlung der Wienbibliothek im Rathaus. Auch das Wien Museum bewahrt Werke von Weber, darunter Grafiken aus seiner Jack-the-Ripper-Serie von 1975 und das Single-Cover von „Lodenfreak“ aus dem Jahr 1981. Der Musiker war also zugleich bildender Künstler – und diese doppelte Begabung prägte alles, was Drahdiwaberl auf die Bühne brachte.
Wabbs Crew und die Gründung von Drahdiwaberl 1969
Bereits ab 1966 gehörte Weber der Truppe „wabbs crew“, später „wabbs gun“, an, die als „wildeste Band von Wien“ galt. Nach deren Auflösung gründete Weber im Mai 1969 die Band Drahdiwaberl, die rasch zu einer der bekanntesten Underground-Gruppen Österreichs wurde. Die Bandmitglieder kamen zu Beginn großteils aus der aufgelösten Vorgruppe. Weber war damals noch Student an der Akademie der bildenden Künste und Mitwirkender bei den linksgerichteten Studentenbewegungen der 68er-Generation in Wien. Mit Drahdiwaberl wollte er ein bewusst linksgerichtetes Sprachrohr schaffen – in einem Umfeld, das auch den Wiener Aktionismus hervorbrachte.
Der Vorsatz war programmatisch: Weber wollte mit Drahdiwaberl die „exzessivste“ Band des Landes schaffen. Das Brechen von Tabus und das Herausfordern spießiger Moral- und Wertvorstellungen wurden zu prägenden Kernelementen der Texte und Bühnenshows. Die Band verstand sich als anarchistisch und politisch links, beeinflusst vom Wiener Aktionismus, und spielte Hard Rock und Punk, lange bevor Punk in Österreich ein Massenphänomen war. Über dreißig Jahre blieb die Gruppe um Weber mit wechselnder Besetzung ein fester Bestandteil der österreichischen Musik – und vor allem der „alternativen“ Szene. Der Höhepunkt der Popularität lag in den 1980er-Jahren.
Drahdiwaberl: Schweinerock, Materialschlachten und der große Hit
Fester Bestandteil der Auftritte von Drahdiwaberl wurden schon bald die berüchtigten „Materialschlachten“: Besucher wurden von der Bühne aus mit Lebensmitteln und Bier beworfen und revanchierten sich in umgekehrter Richtung. Die Auftritte mündeten nicht selten in Verhaftungen und Gerichtsverfahren. Journalisten nannten Weber den „Saubartel der Nation“ oder den „Schweinerock-Dodel der Nation“ – Titel, die er mit Stolz trug. Zum 60. Geburtstag des Musikers schrieb die Journalistin Doris Knecht 2006 in der „Zeit“, er sei „ein guter, ein wichtiger Mann, ein Mann, der Unvergleichliches geleistet hat für diese Republik, indem er praktisch alles, was ihr heilig ist, immer Länge mal Breite verarscht und respektlos durch den grusigsten Dreck gezogen hat“.
Der kommerzielle Durchbruch kam Anfang der 1980er-Jahre. 1981 nahm Markus Spiegel die Band bei GIG Records unter Vertrag. Auf diesem Label veröffentlichte die Band, beginnend mit „Psychoterror“ 1981, insgesamt vier Alben, von denen sich drei in den Top Ten der heimischen Verkaufscharts platzierten. Jedes dieser drei Alben – „Psychoterror“, „MC Ronalds Massaker“ und „Werwolfromantik“ – verkaufte sich mehr als 30.000 Mal. „Psychoterror“ wurde in Österreich mit Gold ausgezeichnet und erreichte Platz 8 der Albumcharts. Bis 1983 wurde die Band vom ORF boykottiert. Erst ein Auftritt in der berühmten Fernsehserie „Kottan ermittelt“ und kurz darauf die Single „Lonely“ mit Lukas Resetarits, die Platz 4 der österreichischen Singlecharts erreichte, lösten den Boykott.
Eine der bekanntesten Episoden aus der Geschichte von Drahdiwaberl ist der junge Falco: 1978 trat Falco, damals noch als Hans Hölzel, dem Rock-Kabarett bei und spielte Bass und sang. Auf dem Album „Psychoterror“ wirkte er am E-Bass und Gesang sowie als Texter und Komponist mit – dort ist auch „Ganz Wien“ zu hören, der „erste Hit“ des späteren Weltstars. Ende 1983 stieg Falco aus der Band aus. Nach seinem Ausstieg produzierten er und die Band noch die Single „Die Galeere“. Weber und Falco blieben damit für immer miteinander verbunden: Ohne Drahdiwaberl hätte es den frühen Falco in dieser Form nicht gegeben, und ohne Falco hätte Drahdiwaberl ein Stück Popgeschichte weniger.
Eine Renaissance erlebte die Gruppe zu Beginn des Jahres 2000 im Rahmen der Proteste gegen die ÖVP-FPÖ-Regierungskoalition, die Bundesregierung Schüssel I. Drahdiwaberl trat wiederholt während der Donnerstagsdemonstrationen auf – unter dem Motto „Torte statt Worte“. Auch 2006 stand Weber noch auf der Bühne: Drahdiwaberl spielte während der Proteste anlässlich des Besuchs von US-Präsident George W. Bush in Wien, Weber mit Hut am Mikrofon. Die Band kündigte über viele Jahre regelmäßig ihr angeblich letztes Konzert an – und spielte dann doch weiter, bis 2013 das Ende der aktiven Jahre kam.
Der Lehrer und der Provokateur: Skandale um Stefan Weber
Die vielleicht berühmteste Anekdote um Weber spielte sich am 27. Jänner 2003 im Rabenhof Theater in Wien ab. Bei der Performance „Schurkenstaat Irak“ konfiszierte die Polizei vor dem Konzert zwei Faustfeuerwaffen, einen Colt und eine Ruger, die Weber als Requisiten mitgebracht hatte. Er erhielt eine Anzeige wegen unbefugten Führens von genehmigungspflichtigen Schusswaffen. Zum Prozess am 11. September erschien er mit einem „Hofer“-Sackerl über dem Kopf, hielt ein Plädoyer zur Freiheit der Kunst und wurde freigesprochen. Kurz darauf entstand, da er nun eine „weiße Weste“ hatte, die Idee, Weber solle als Kandidat zur Wahl des österreichischen Bundespräsidenten im Jahr 2004 antreten. Eine Online-Leserumfrage der Tageszeitung „Der Standard“ ergab eine Zustimmung von 30 Prozent. Aus der Kandidatur wurde nichts – aber die Episode zeigt, wie sehr Weber Provokation und Politik miteinander verband.
Am 27. April 2005 wurde Weber von Wiens Kulturstadtrat das Silberne Verdienstzeichen des Landes Wien überreicht. Zur Feier im Wiener Rathaus erschien er in einer von Bühnenauftritten bekannten, modifizierten Polizei- beziehungsweise „Super Sheriff“-Uniform. Seine Dankesworte lösten sich, wie es in Berichten heißt, in einem Spektakel der Drahdiwaberln auf. Im selben Jahr erhielt Weber den Amadeus Austrian Music Award für sein Lebenswerk. Die offizielle Ehrung durch die Stadt, die er jahrzehntelang verspottet hatte, war die späte Anerkennung eines Außenseiters – und Weber nahm sie auf seine eigene, respektlose Art entgegen.
Neben der Musik war Weber auch als Schauspieler tätig. Seine Filmografie umfasst unter anderem „Kottan ermittelt – Die Entführung“ (1982, Regie: Peter Patzak), „Kaisermühlen Blues – Voll daneben“ (1996) und „Kaisermühlen Blues – Ein Stern wird geboren“ (1997, beide Regie: Harald Sicheritz), „Trautmann – Wer heikel ist, bleibt übrig“ (2000), „Kommissar Rex – Strahlen der Rache“ (2001) sowie mehrere Filme von Harald Huto, darunter „C.S.EI Meidling – Special Agent Dreams“ (2007) und „Drahdipanka“ (2010). Auch hier blieb Weber sich treu: Er spielte keine glatten Rollen, sondern Figuren am Rand, die zu seinem Image als Anarchist und Provokateur passten.
Krankheit, Rückzug und Tod von Stefan Weber
Seit seiner Parkinson-Erkrankung hatte sich Weber aus der Öffentlichkeit zurückgezogen – so schrieb es der ORF zu seinem 70. Geburtstag im Jahr 2016. Zu diesem runden Geburtstag legte Regisseur Amor Schläggen den Dokumentationsfilm „Stefan Weber heißt das Schwein“ vor, der sich, so Schläggen, „dem Phänomen Weber auf liebevolle und bisweilen auch ein wenig brutale Art und Weise“ nähert. Der Titel des Films fasst zusammen, wie Österreich seinen Drahdiwaberl-Chef sah: als liebevolles Schwein, als Störenfried, den man nicht mehr missen wollte.
Stefan Weber starb am 7. Juni 2018 im Alter von 71 Jahren an den Folgen seiner Parkinson-Erkrankung. Seine Urne wurde im Familiengrab an der Feuerhalle Simmering in Wien beigesetzt (Abteilung ALI, Nr. 170), wo auch sein Vater, der Architekt Fritz Weber (1917–2001), bestattet ist. Der Abschied von Weber war so, wie sein Leben gewesen war: Sein Leichnam lag am 29. Juni 2018 im offenen Sarg, konserviert nach allen Regeln der Thanatopraxie, mit Cowboyhut und Colt – genauso, wie man ihn in Erinnerung hatte. Zum 50-jährigen Bandjubiläum fand am 5. Oktober 2019 ein Abschiedskonzert im Wiener Gasometer statt, nach dem Tod des Bandleaders im Juni 2018.
Zum 75. Geburtstag des Musikers im Jahr 2021 erinnerte das Wien Museum mit einem ausführlichen Essay an den Musiker. Dort heißt es, wer heute sofort eine Anekdote zu Weber erzählen könne, sei wohl schon über 40 Jahre alt – in den 1980er-Jahren habe es zum „guten Ton“ gehört, bei Live-Auftritten der Wiener Polit-Rockband Drahdiwaberl dabei zu sein. Fünf Jahre später, zum 80. Geburtstag, zeigt die Gala im Weberknecht: Die Anekdoten leben weiter, und eine neue Generation lernt Weber über OKTO, über die Tribute-Bands und über die alten Platten kennen.
Nicht verwechseln: der andere Stefan Weber
Weil der Name Stefan Weber in Österreich gleich zwei bekannte Personen bezeichnet, gehört die Unterscheidung in jede Biografie des Musikers. Der andere Stefan Weber wurde 1970 in Salzburg geboren und ist Kommunikationswissenschaftler, Medienforscher und Autor. Er studierte Journalismus und Kommunikationswissenschaft an der Universität Salzburg, habilitierte sich 2005 an der Universität Wien und wurde als „Plagiatsjäger“ bekannt, weil er Plagiate in wissenschaftlichen Arbeiten öffentlich machte. Dieser Weber lebt, schreibt auf seinem „Blog für Ehrlichkeit“ und hat mit Musik, mit Drahdiwaberl und mit dem Wiener Aktionismus nichts zu tun.
Die Unterscheidung ist einfach, wenn man auf drei Dinge achtet: Geburtsjahr (1946 beim Musiker, 1970 beim Wissenschaftler), Beruf (Musiker und Kunstlehrer gegenüber Kommunikationswissenschaftler) und Stichwort Drahdiwaberl – das gehört ausschließlich zum Musiker Stefan Weber. Auch Fotos helfen: Der Musiker ist auf den Bildern dieses Artikels zu sehen – 2007 als Porträt, 2006 mit Hut auf der Bühne und 1993 als AHS-Lehrer. Der Wissenschaftler Stefan Weber ist auf diesen Fotos nicht zu sehen. Wer nach dem Musiker sucht und stattdessen Plagiatsvorwürfe findet, ist bei der falschen Person gelandet.
Fazit: Warum Stefan Weber bis heute fehlt
Stefan Weber war kein Musiker wie andere: Kunstlehrer am Gymnasium und Anarchist auf der Bühne, Grafiker und Provokateur, „Saubartel der Nation“ und Träger des Silbernen Verdienstzeichens der Stadt Wien. Mit Drahdiwaberl hat Weber die österreichische Musik um eine Band bereichert, die Tabus brach, als das noch Konsequenzen hatte – Verhaftungen, Gerichtsverfahren, einen ORF-Boykott. Gleichzeitig hat er mit „Lonely“ einen echten Hit geschrieben, mit „Psychoterror“ Gold geholt und Falco eine Bühne gegeben, auf der der spätere Weltstar anfangen konnte. Sein Tod im Juni 2018 hat eine Lücke hinterlassen, die keine Tribute-Band schließen kann. Dass Wien ihn heute, zu seinem 80. Geburtstag, mit einer sechsstündigen Gala feiert, ist der beste Beweis dafür: Weber wird nicht vergessen, weil er unbequem war – sondern weil er unbequem bleiben wollte. Weitere Biografien finden Sie in unserer Biographie-Kategorie und auf der Startseite von How Magazin.
Häufige Fragen zu Stefan Weber
Wer war Stefan Weber, der Musiker?
Stefan Weber (8. November 1946 – 7. Juni 2018) war ein österreichischer Musiker, Komponist und AHS-Lehrer aus Wien. Er war Gründer, Frontmann und kreativer Kopf der Hard-Rock- und Punkband Drahdiwaberl, die er im Mai 1969 gründete.
Ist Stefan Weber, der Drahdiwaberl-Musiker, noch am Leben?
Nein. Stefan Weber, der Drahdiwaberl-Musiker, starb am 7. Juni 2018 im Alter von 71 Jahren an den Folgen einer Parkinson-Erkrankung. Am 8. November 2026 wäre er 80 Jahre alt geworden. Verwechseln Sie ihn nicht mit dem gleichnamigen, 1970 geborenen Kommunikationswissenschaftler, der lebt.
Was ist Drahdiwaberl?
Drahdiwaberl war eine 1969 von Stefan Weber in Wien gegründete Hard-Rock- und Punkband, beeinflusst vom Wiener Aktionismus und politisch links. Die Band war für provokante Bühnenshows und Materialschlachten bekannt, in denen das Publikum von der Bühne aus mit Lebensmitteln und Bier beworfen wurde. Sie war von 1969 bis 2013 aktiv.
Was war der größte Hit von Stefan Weber und Drahdiwaberl?
Weber und Drahdiwaberl hatten ihren größten Hit mit der Single „Lonely“ mit Lukas Resetarits aus dem Jahr 1983, die Platz 4 der österreichischen Singlecharts erreichte. Das erfolgreichste Album war „Psychoterror“ von 1981, das Gold in Österreich erreichte und Platz 8 der Albumcharts belegte.
Was hat Stefan Weber mit Falco zu tun?
Falco, damals noch Hans Hölzel, trat 1978 der Band Drahdiwaberl bei und spielte dort Bass und sang. Auf dem Album „Psychoterror“ (1981) wirkte er als Bassist, Sänger, Texter und Komponist mit, unter anderem beim Song „Ganz Wien“. Ende 1983 verließ Falco die Band.
Was findet heute, am 8. November 2026, zum 80. Geburtstag von Stefan Weber statt?
Heute, am 8. November 2026, findet ab 16:00 Uhr im Wiener Weberknecht die Gala „Exzess, Anarchie & Kult“ zum 80. Geburtstag des Musikers statt. Der Sender OKTO zeichnet die rund sechsstündige Gala auf und sendet sie in zwei Teilen am 25. Dezember ab 20:05 Uhr und am 31. Dezember ab 21:05 Uhr.